One-Night-News frisch aus der Szene (19.01.2010)Ein heimlicher Film in unserem Kopfkino. Einige trauen sich, ihre Sehnsüchte auszuleben. Andere schämen sich eher dafür. Wer vom Sex mit dem Chef, einer Orgie, Fesselspielen oder der Nachbarin träumt, plaudert dies nicht gerade herum.
Sie können dem Sexleben und der Partnerschaft einen neuen Impuls geben.
Es ist wie eine Art Überlaufbecken. Die Gefühle des Alltags schwappen über. Was man sich im Alltag nicht gestattet oder nicht wahrhaben will stellt sich dann als Fantasie dar. Wenn ein Mann im Alltag Schwierigkeiten hat, anderen Menschen seine Bedürfnisse zu vermitteln, so kann es sein, dass er in seinen Träumereien aggressiv, direkt und sexuell fordernd wird. Themen wie erzwungene Hingabe oder Kontrollverlust finden sich häufig bei im Alltag eher kontrollierter Frauen.
Man sollte sie ernst nehmen. Wenn man es kann, sollte man auch darüber reden. Dem Gegenüber seine Regungen mitteilen und Einblicke in die eigene Fantasiewelt geben.
Durch Fantasien gleichen wir unser Gefühlsleben aus. So kann es sein, dass wir uns vorstellen, mit dem Vorgesetzten Sex zu haben, um innerlich die Machtverhältnisse auszubalancieren. Manchmal kann man sich somit die Situationen erträglich machen und Spannungen abbauen. Es sind ja nur um Fantasien, warum sollte man sich da schämen? Fantasien sind nicht real und kein Mensch wird verletzt.
Miteinander reden! Achten Sie beim Erzählen und Zuhören genau auf Ihre Gefühle.
Erforschen Sie Ihre Fantasien! Was sind die wichtigsten Elemente Ihrer Fantasien? Macht? Ohnmacht? Wodurch werden sie ausgelöst?
Fantasien teilen. Surfen Sie im Internet, besuchen Sie Sexshops…
Rollenspiele! Um in Rollen zu schlüpfen, sollte man wissen, was einen fasziniert…
Vorsicht mit den Folgen. Der Umgang mit Fantasien kann heftig sein. Man öffnet sich Gefühlen, die lange nicht zugelassen wurden…
Ja, mit Sicherheit. Guter Sex ist, wenn ich mich traue, mir meine Fantasien auszuleben.
Sex-Fantasien kompensieren unsere Spannungen. Sie sind die Lösung für Spannungen – nicht das Problem. Wenn wir uns nicht eingestehen, brauchen wir Energie, um die damit verbundenen Gefühle zu verdrängen. So werden wir uns verspannen – auch körperlich. In der Regel beschäftigen uns die Fantasien umso mehr, je stärker wir sie verdrängen.
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